Am Ellenbogen

Sehnenansatzoperationen wie Tennisellenbogen oder Golferellenbogen

Eine wiederkehrende Fehlbelastung der Hand kann zu einem Tennisellenbogen führen. Hierbei entstehen Schmerzen im Bereich des äußeren Ellenbogens durch Reizung der Handstreckmuskulatur. Beim Golferellenbogen ist hingegen die Innenseite des Ellenbogens durch die überlastungsbedingte Reizung des Sehnenansatzes der langen Hand- und Fingerbeugemuskeln betroffen. Eine konservative Therapie (Schonung, Ruhigstellung, entzündungshemmende Medikamente), aber auch gegebenenfalls Chirotherapie und Infiltrationen können eine Besserung der Symptome bewirken. Tritt diese nicht ein ausreichend ein, kann eine Operation angezeigt sein.

Bei der Operation (nach Hohmann) wird der Muskelansatz des verursachenden Streckmuskels im Bereich des Ellenbogens vorsichtig abgelöst. Es kommt hierbei zu einer Vernarbung, der Muskel kann später seine Funktion voll übernehmen.

Ergänzend werden die kleinen Nerven, die den Ellenbogen versorgen, durchtrennt und anschließend verödet (Operation nach Wilhelm). Dies bezeichnet man als „Denervierung“. Die schmerzleitenden Nerven werden ausgeschaltet, damit Schmerzen auf ein Minimum reduziert oder im Idealfall ganz beseitigt werden können.

Der Eingriff erfolgt in minimal-invasiver OP-Technik. In der Nachbehandlung benötigt der Patient zunächst einen Gips.

Schleimbeutelentfernung (Bursitis)

Schleimbeutel (Bursa) sind mit Flüssigkeit gefüllte Gewebesäckchen. Sie sind als Puffer dort eingelagert, wo verschiedene Gewebe und Bewegungsorgane gegeneinander verschoben werden müssen.

Oft tritt eine Entzündung in Schleimbeuteln großer Gelenke auf wie Schulter, Ellenbogen, Knie und Hüfte. Der größte Schleimbeutel des Körpers (Bursa subacromialis) befindet sich unter dem Schulterdach. Hier entsteht oft eine Entzündung, da das Gewebe einem hohen Druck durch die knöchernen Strukturen ausgesetzt ist. Neben Überlastung sind weitere Ursachen für eine Schleimbeutelerkrankung altersbedingter Verschleiß, Grunderkrankungen (Rheuma, Gicht), Verletzungen und bakterielle Infektion. Die Schleimbeutelentzündung kann chronisch werden und zu starken Schmerzen und bleibenden Schäden im Gelenk führen.

Eine genaue Befragung und klinische Untersuchung dienen der Diagnosefindung. Eine Laboruntersuchung kann eine mögliche Entzündung oder Infektion mit Bakterien bestätigen. Dann ist eine Behandlung mit Antibiotika notwendig. Ultraschall und MRT ermöglichen eine Beurteilung der Weichteilstrukturen im Gelenk.

Zur Therapie kann eine Ruhigstellung des betroffenen Gelenks mit Bandagen etc. helfen, schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente sowie physikalische Therapie (z. B. Kälte-/Wärmebehandlung, Elektrotherapie) und auch Akupunktur.

Sollte sich der Schleimbeutel in seltenen Fällen immer wieder entzünden (chronische Bursitis) kann es sinnvoll sein, den Schleimbeutel operativ zu entfernen.

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